FAQ

Hier versuchen wir nach und nach, Fragen zur Organisation von Koffermärkten zu beantworten. Du hast eine Frage und findest hier keine Antwort? Oder kannst den Fragenkatalog um Tipps, Tricks und Informationen ergänzen? Schicke uns einfach eine Nachricht!


1. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, so einen Markt zu organisieren?

Darüber haben wir hier mal einen kurzen Text geschrieben.

2. Darf ich auch einen Koffermarkt veranstalten?

Wir haben die Koffermärkte nicht erfunden - jeder, der Lust hat, einen Koffermarkt zu veranstalten, darf sofort loslegen. Wir weisen aber darauf hin, dass alle Texte dieses Blogs von uns verfasst sind. Wer Textbausteine übernimmt, sollte deshalb auf unsere Seite verweisen. Danke.

3. Wie finde ich eine geeignete Location?

Wir wollten unseren Koffermarkt unbedingt in einem Lokal stattfinden lassen, damit die Gäste die Möglichkeit haben, Essen und Getränke zu kaufen, ohne dass wir uns selbst darum kümmern müssen. Außerdem sollte die Location zentral liegen, idealerweise in Laufentfernung zur Innenstadt und ein bisschen zum Koffermarktimage passen - Kirchen- und Gemeindezentren kamen für uns deshalb nicht in Frage. Ein Vorteil ist es, wenn die Kneipe zur Veranstaltungszeit regulär nicht geöffnet ist. So verliert das Lokal keine Einnahmen und ist eher bereit, für eine kleine Raummiete bzw. eine Umlage für die Thekenkräfte und die Reinigung das Lokal für euch zu öffnen. Wichtig ist auch, dass genügend Tische vorhanden sind. Mietet ihr einen leeren Raum oder eine Halle, müsst ihr euch auch um diesen Posten kümmern. Habt ihr ein, zwei Locations im Auge, müsst einfach fragen, vom Konzept berichten und hoffen, dass die Besitzer sich für eure Idee begeistern können.

4. Muss ich den Markt irgendwo anmelden? Muss ich eine Versicherung abschließen?

Diese Fragen wurden bisher am häufigsten an uns gestellt. Ruft am besten bei eurer Gemeinde oder im Gewerbeamt der Stadt an und fragt, welche Bedingungen für die Marktorganisation bei euch existieren.

5. Wie präsentiere ich meinen Markt im Internet?

Am besten erstellt ihr für eure Veranstaltung einen Blog, eine Homepage oder eine Seite auf eurem Blog mit allen Informationen zu eurem Markt. Hilfreich ist außerdem eine Facebook-Fanseite oder eine Facebook-Veranstaltung. Auf euren Blog stellt ihr die Bedingungen für eine Bewerbung, Informationen über Ort und Zeit, die Bewerbungsfrist, Logos zum Mitnehmen und Verlinken, vielleicht auch ein paar Informationen zu den Organisatoren und später auch die Namen der Aussteller mit ein paar Fotos. So können Aussteller und Besucher alle Informationen an einer Stelle abrufen.

7. Wie findet man Aussteller?

Für die Ausstellersuche ist es sehr hilfreich, wenn man bei DaWanda anfragt, ob der Markt über den DaWanda-Blog angekündigt werden kann. So lesen sehr viele potentielle Aussteller von eurem Koffermarkt. Außerdem könnt ihr den Markt über unseren Blog ankündigen (einfach eine Nachricht an uns schicken), wir verlinken diesen auch mit unserer Fanseite auf Facebook und erreichen somit viele Koffermarkt-Fans. Nicht zu unterschätzen sind auch Verlinkungen und Empfehlungen auf Blogs und Facebook. Versucht, möglichst vielen Freunden und Bekannten von eurem Markt zu erzählen, so dass sich die Veranstaltung rumspricht (online und offline).

8. Warum sollte man Bewerbungen und keine Anmeldungen fordern?

Damit ihr auf eurem Markt eine attraktive Produktvielfalt habt, ist es wichtig, dass ihr eure Aussteller selbst aussuchen könnt. Damit verhindert ihr, dass z.B. sehr ähnliche Produkte von verschiedenen Ausstellern angeboten, dass nicht handgemachte Sachen verkauft oder optisch nicht ansprechende Produkte in den Koffern präsentiert werden. Außerdem könnt ihr das Angebot so auf euer Zielpublikum und das "Image" eures Marktes abstimmen. Natürlich ist es nicht schön, Absagen zu verschicken, aber nur so erhaltet ihr ein stimmiges Gesamtbild auf eurem Markt.

9. Wie sehen die Marktstände auf einem Koffermarkt aus?

Auf unseren Märkten wurden die Koffer auf Tischen abgestellt, hinter denen die Aussteller sitzen und stehen konnten. Für die Koffer ist es sinnvoll, eine Größenbegrenzung anzugeben, denn es gibt sehr kleine und seeehr große Koffer! Es haben auch schon Koffermärkte stattgefunden, die auch Kleiderstangen zugelassen haben. Damit ermöglicht ihr z.B. Herstellern von Kleidung oder großen Gegenständen, an eurem Markt teilzunehmen. Hier findest du Fotos unserer Märkte und kannst dir die Stände ansehen.

10. Wie hoch sollte die Standgebühr sein?

Ziel unserer Märkte war es, auch kleinen Labels und Designern eine Teilnahme zu ermöglichen. Die 25€ Standmiete für einen Koffer haben deshalb nur unsere Unkosten - Raummiete, Flyer, Plakate, Porto - gedeckt. Wenn ihr eine höhere Raummiete habt, müsst ihr die Standgebühr entsprechend anpassen, aber bei den bisherigen Koffermärkten waren Mieten zwischen 20 und 30€ üblich. Unbedingt mitberechnen müsst ihr den Versand von Flyern und Plakaten an die Aussteller, damit diese Werbung für die Veranstaltung machen können.

11. Mit welchen Fristen plant man am besten?

Grundsätzlich solltet ihr die Zusagen für einen Markt mindestens 4-6 Wochen vor der Veranstaltung versenden, damit eure Aussteller noch genügend Zeit zum Produzieren und zum Planen der Anreise haben.  Vorher sollte man mindestens 4-6 Wochen Zeit haben, sich für den Markt zu bewerben. Vor allem wenn euer Markt das erste Mal stattfindet und ihr ihn erst bekannt machen müsst, sollte die Bewerbungszeit nicht zu knapp sein.

12. Welche Bewerbungsbedingungen sollte ich aufstellen?


Zur Orientierung kannst du hier einen Blick auf unsere Bewerbungsmodalitäten für den zweiten Koffermarkt werfen.

13. Wir sind mehrere Organisatorinnen, wie organisieren wir uns am besten?

Auf unserem ersten Markt haben sich Fee und Doris das erste Mal im realen Leben gegenübergestanden. Für die Organisation haben wir uns nicht einmal treffen müssen - dank eines Arbeitsblogs, den wir eingerichtet haben. Der war natürlich für andere Leser nicht sichtbar. Dort haben wir Text- und Plakatentwürfe diskutiert, Listen mit eingegangenen Bewerbungen geführt, Dinge abgesprochen. Das hält das e-Mail-Aufkommen klein und alle sind immer auf dem Stand der Dinge.
Außerdem hilfreich: Aufgaben verteilen. Pressetext schreiben, bei der Zeitung anrufen, die e-Mails von Bewerbern anrufen. Wenn jeder weiß, was er zu tun hat, gibt es keine vergessenen Aufgaben und keine doppelt erledigten.

14. Brauchen wir einen Pressetext?

Ja. Er transportiert nicht nur die Eckdaten für euren Markt, sondern auch eure Ziele, Ideen und das "Image" eurer Veranstaltung. Nehmt euch also ein bisschen Zeit, diskutiert die Entwürfe. Wir haben manchmal über einzelne Wörter gebrütet und überlegt, wen die Formulierungen ansprechen könnten. Oder abschrecken. Der Text sollte nicht zu nüchtern, aber trotzdem professionell klingen, kurz und prägnant sein, aber auch ansprechen. Klingt schwierig? Wenn ihr selbst nicht gerne Texte schreibt, fragt doch eine Freundin oder einen befreundeten Blogger, ob er/sie euch hilft.

15. Reicht Werbung im Internet?

Nein. Natürlich findet ihr eure Aussteller gut über Facebook, Blogs und andere Handmade-Plattformen. Setzt aber auch auf Mund-zu-Mund-Propaganda, auf Empfehlungen aus eurem persönlichen Umfeld oder auf z.B. Kunsthandwerks-Initiativen oder einschlägige Geschäfte in eurer Stadt. Plakate und Flyer unbedingt in Geschäften, Kultureinrichtungen, Bildungseinrichtungen (Uni, VHS, ggf. Schulen, Kindergärten) aufhängen und auslegen. Auch den Veranstaltungsort frühzeitig mit Werbematerial versorgen. Die regionalen Zeitungen und Radiosender solltet ihr unbedingt informieren, außerdem gibt es für fast jede Region Veranstaltungskalender und Szene-Magazine (on- und offline). Berücksichtigt bei letzteren unbedingt den Redaktionsschluss!

16. Braucht man Helfer für einen Markt?
Das kommt darauf an, wie groß euer Organisationsteam ist oder ob ihr den Markt alleine organisiert. Bei uns hat es sich als hilfreich erwiesen, dass Freunde geholfen haben, Tische zu tragen und zu rücken und Stühle zu stapeln, bevor die Aussteller gekommen und nachdem sie gegangen waren. Wer Eintritt für den Markt nehmen möchte, braucht eine helfende Hand an der Kasse. Außerdem hatten wir einen Freund engagiert, der den ganzen Markt über Fotos gemacht hat. Dafür hat man als Organisator kaum Zeit und Muße und eine außenstehende Person entdeckt viel mehr Details.


To be continued...